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Ein letztes Ma(h)l – Eine biblische Kriminalgeschichte

Kriminalgeschichten sind spannend und machen neugierig: Wer ist der Täter? Wie verlief die Tat? Wird der Täter am Ende gefunden? Vom einfachen Mundraub (Gen 3,1-6) bis hin zum Mord an siebzig Brüdern (Ri 9,1-6) kennt die Bibel die dunklen Seiten des Menschen und verschweigt sie nicht. Sie beleuchtet dabei das Denken und Innere derer, die Täter und manchmal Opfer zugleich sind. Aufgedeckt werden durch sie konfliktbeladene Beziehungen, die sowohl innerfamiliär (Gen 37.42-45) als auch in den besten Kreisen (1Kön 21,1-29) zu Gewalttaten führen. Dem Verbrechen steht biblisch Gottes „kriminalistisches Engagement“ entgegen, denn ein Vergehen gegen Menschen ist stets auch ein Bruch mit der göttlichen Ordnung. Die „Kriminalgeschichten“ des Alten und Neuen Testaments berühren daher Fragen menschlichen Daseins und Miteinanders. Bei einer Führung über den Striesener Friedhof laden wir Sie ein, biblische Kriminalfälle zu lösen. Brunnen, Grabsteine und Bäume werden dabei zu lebendigen Zeugen menschlicher Untaten und göttlicher Fürsorge. Treffpunkt dazu ist das Friedhofstor. Die Führung findet am 19.08.2022 um 17.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.

Von der Geburt bis zum Tod. Myrrhe, Wein und Ysop als Lebensbegleiter

Das Projekt Pflanzen der Bibel. Entdecken lädt zu einem Vortrag in das „Museum für Sächsische Volkskunst“ in Dresden ein. Anlässlich des bevorstehenden Osterfests, denken viele bereits an beliebte Traditionen wie die Ostereiersuche. Auch wenn der Hase in Byzanz (565-1453) ein Symbol für Christus war, wird weder er noch bunt bemalte Eier biblisch in Zusammenhang mit dem Tod und der Auferstehung Jesu gestellt. Dafür erwähnt die Passionserzählung aber eine Reihe von Pflanzen. Dazu gehört neben dem Wein und der Myrre beispielsweise auch der Ysop. Diese Pflanzen werden nicht zufällig genannt, sondern stellen einen Bezug zur Geburtserzählung Jesu und alttestamentlichen Rettungserzählungen wie dem Exodus her. Die Referentin Inga Maria Schütte (Universität Eichstätt) stellt in ihrem Vortrag einige solcher Pflanzen vor. Sie deutet ihre Symbolik und zeigt dabei wie eng Pflanzen – nicht nur biblisch – mit Geburt, Leben und Tod verbunden sind.

Der Vortrag findet am 14. April 2022 um 18.00 Uhr im „Museum für Sächsische Volkskunst“ (Jägerhof Köpckestraße 1; 01097 Dresden) statt. Voranmeldungen sind nicht nötig. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bibel-pflanzen.de/.